Was ist passiert?
14.08.2026 – 15:35 Steinhagen (MK) – Über die letzten Wochen hinweg erreichten unzählige Hinweise zu telefonischen Betrugsversuchen aus dem Kreisgebiet die Polizei Gütersloh. Leider sind die Betrüger mit ihren perfiden Maschen auch immer mal wieder erfolgreich und verursachen mit jeder Tat einen großen Schaden bei den Betroffenen. In diesem Zusammenhang überprüften Beamte der Polizei Gütersloh am späten Donnerstagabend (13.08., 22.40 Uhr) ein verdächtiges Auto in Steinhagen. Die vier Männer aus Bremen (18 und 19 Jahre alt) sowie einer aus Steinhagen (18) stehen nach derzeitigem Stand der Ermittlungen im Verdacht Geldabholer für einen derartigen Telefonbetrug sein zu können. Eine Tatvollendung wurde durch die polizeiliche Fahrzeugkontrolle möglicherweise vereitelt. Die Polizei sucht nun Zeugen.
Was steckt dahinter?
Die Täter missbrauchen das Vertrauen in die Polizei und bauen häufig Zeitdruck auf. Echte Polizeibeschäftigte verlangen am Telefon nicht, Geld oder Wertgegenstände zur angeblichen Sicherung an Unbekannte zu übergeben.
Woran können Sie die Masche erkennen?
- Der Anrufer beruft sich auf einen angeblichen Polizeieinsatz, Einbruch, Haftbefehl oder eine andere dringende Lage.
- Geld, Schmuck oder andere Wertgegenstände sollen angeblich zur Sicherheit übergeben werden.
- Sie werden unter Druck gesetzt, mit niemandem über das Gespräch zu sprechen oder sofort zu handeln.
Was jetzt wichtig ist
- Beenden Sie das Gespräch selbst vollständig. Am Handy drücken Sie aktiv die rote Taste.
- Nehmen Sie sich kurz Zeit, um sich zu sammeln. Geben Sie kein Geld, keine Wertgegenstände und keine sensiblen Daten heraus.
- Kontaktieren Sie die echte Polizei anschließend selbst über eine offiziell bekannte Telefonnummer. Bei einer unmittelbar bedrohlichen Situation wählen Sie 110.
- Holen Sie bei Unsicherheit eine vertraute Person dazu und sprechen Sie über den Anruf.

