Die nachfolgenden Hinweise sollen dabei helfen, in einer akuten Gefahrensituation oder nach einer Straftat schnell die richtige Anlaufstelle zu finden.
1. Akute Gefahr
Bei akuter Gefahr oder in einem dringenden Notfall wenden Sie sich unverzüglich an die zuständige Notrufstelle.
Rufen Sie die Polizei insbesondere bei einer akuten Bedrohung, Gewalt, einem gegenwärtigen Angriff, einem laufenden Einbruch, einer verdächtigen Beobachtung mit unmittelbarem Handlungsbedarf oder einer anderen aktuellen Gefahrenlage.
Rufen Sie die 112 insbesondere bei lebensbedrohlichen medizinischen Notfällen, schweren Unfällen, Bränden oder einer akuten psychischen Ausnahmesituation mit unmittelbarer Gefahr.
Vorsicht.info ist keine Notruf-, Einsatz- oder Krisenleitstelle. Nachrichten, E-Mails, Kontaktformulare und Mitteilungen über soziale Netzwerke werden nicht durchgehend überwacht. Eine automatische Weiterleitung an Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst oder andere Hilfsstellen findet nicht statt.
2. Dringende medizinische Beschwerden ohne Lebensgefahr
Bei dringenden medizinischen Beschwerden, die nicht lebensbedrohlich sind, aber außerhalb der üblichen Praxiszeiten nicht bis zum nächsten Werktag warten können, wenden Sie sich an den ärztlichen Bereitschaftsdienst.
Bei lebensbedrohlichen Beschwerden ist dagegen immer die 112 zu wählen.
3. Verhalten während eines Notrufs
Bewahren Sie nach Möglichkeit Ruhe und schildern Sie kurz und verständlich:
- wo sich der Vorfall ereignet,
- was geschehen ist,
- wie viele Menschen betroffen sind,
- welche Gefahren weiterhin bestehen,
- wie Sie für Rückfragen erreichbar sind.
Beenden Sie das Gespräch erst, wenn die Notrufstelle keine weiteren Fragen mehr hat.
Bringen Sie sich nicht selbst in Gefahr. Folgen Sie den Anweisungen der Einsatzkräfte und halten Sie Zufahrtswege nach Möglichkeit frei.
4. Hilfe nach Gewalt, Bedrohung oder einer Straftat
Nach Gewalt, Bedrohung, Betrug oder einer anderen Straftat können neben der Polizei auch Opferhilfeeinrichtungen und Beratungsstellen unterstützen.
Das Angebot ist bundesweit, kostenfrei und anonym und nach aktuellem Stand täglich von 7 bis 22 Uhr erreichbar.
Je nach Situation können außerdem folgende Stellen geeignet sein:
- örtliche Polizeidienststellen,
- Opferhilfeeinrichtungen,
- psychosoziale Beratungsstellen,
- medizinische Praxen und Kliniken,
- psychotherapeutische oder andere geeignete Fachstellen.
5. Psychische und emotionale Belastung
Straftaten, Bedrohungen, Betrugsfälle und andere belastende Ereignisse können starke emotionale Reaktionen auslösen.
Die Inhalte von Vorsicht.info ersetzen keine medizinische, psychologische oder psychotherapeutische Untersuchung, Diagnose oder Behandlung.
Bei anhaltender oder zunehmender Belastung sollte frühzeitig medizinische oder psychologische Unterstützung in Anspruch genommen werden.
Besteht eine unmittelbare Gefahr, ist unverzüglich die 112 zu verständigen.
6. Beweismittel und wichtige Informationen sichern
Nach einer Straftat oder einem Betrugsversuch sollten vorhandene Informationen möglichst unverändert aufbewahrt werden. Dazu können beispielsweise Nachrichten, E-Mails, Rufnummern, Briefe, Zahlungsbelege, Bildschirmaufnahmen oder andere Unterlagen gehören.
Veröffentlichen Sie Beweismittel und personenbezogene Daten nicht unbedacht im Internet oder in sozialen Netzwerken. Übermitteln Sie sensible Unterlagen nur an zuständige oder vertrauenswürdige Stellen.
Vorsicht.info nimmt keine Strafanzeigen entgegen und ersetzt keine Beweissicherung durch Polizei oder andere zuständige Stellen.
7. Keine dringenden Hilfeersuchen über Vorsicht.info
Über Kontaktformulare, E-Mail-Adressen, Kommentare, soziale Netzwerke oder andere Kommunikationswege von Vorsicht.info dürfen keine Notrufe oder zeitkritischen Hilfeersuchen übermittelt werden.
Vorsicht.info kann weder gewährleisten, dass eine Nachricht sofort gelesen wird, noch Einsatzkräfte alarmieren oder eine unmittelbare Gefahrenabwehr übernehmen.
Bei akuter Gefahr gelten ausschließlich die zuständigen Notruf- und Einsatzstellen.
8. Grenzen der bereitgestellten Informationen
Die auf Vorsicht.info veröffentlichten Notfall- und Hilfshinweise dienen der allgemeinen Orientierung.
Sie ersetzen keine individuelle Beurteilung durch Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, medizinisches Fachpersonal, Beratungsstellen oder andere zuständige Stellen.
Welche Maßnahme in einer konkreten Situation erforderlich ist, hängt von den tatsächlichen Umständen des Einzelfalls ab.
9. Aktualisierung der Notfallhinweise
Kontaktdaten, Zuständigkeiten und Erreichbarkeiten externer Stellen können sich ändern.
Vorsicht.info bemüht sich, die bereitgestellten Angaben regelmäßig zu prüfen. Maßgeblich sind im Zweifel die aktuellen Informationen der jeweils genannten Stelle.

