Zusatzkastenschlösser
Sichtbare Zusatzsicherungen auf der Griffseite, die Flügel und Rahmen zusätzlich miteinander verriegeln.
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684 West College St. Sun City, United States America, 064781.
116 006 (7-22 Uhr)
Aufschraubbare Nachrüstprodukte können vorhandene Fenster, Fenstertüren und Türen deutlich widerstandsfähiger machen. Entscheidend sind geprüfte Produkte, die richtige Anzahl der Sicherungspunkte und eine fachgerechte Montage.
DIN 18104 Teil 1 legt Anforderungen und Prüfverfahren für einbruchhemmende Nachrüstprodukte fest, die nachträglich an vorhandenen Tür- und Fensterelementen montiert werden.
Ziel dieser Produkte ist es, vorhandene Elemente zusätzlich zu verriegeln und ihren Widerstand gegen Einbruch so zu erhöhen, dass ein Überwinden mit einfachen Werkzeugen erschwert wird.
Typisch sind sichtbare, auf den vorhandenen Rahmen beziehungsweise Flügel aufgeschraubte Sicherungen. Sie können besonders dann interessant sein, wenn ein kompletter Austausch von Fenster oder Tür nicht erforderlich oder nicht gewünscht ist.
Die Wirkung hängt stark von geeigneter Grundkonstruktion, korrekter Positionierung, tragfähiger Befestigung und der Montage nach Herstellervorgaben ab.
Griffseitige Zusatzsicherungen sollten abschließbar sein. Ein abschließbarer Fenstergriff allein ersetzt jedoch keinen Schutz gegen das Aufhebeln.
Die konkrete Bauform hängt vom Fenster, der Fenstertür oder der Tür ab. Entscheidend ist nicht der Produktname, sondern dass das Nachrüstprodukt für seinen Einsatzzweck geprüft und fachgerecht montiert ist.
Sichtbare Zusatzsicherungen auf der Griffseite, die Flügel und Rahmen zusätzlich miteinander verriegeln.
Stangensysteme verteilen die Verriegelung auf mehrere Punkte, beispielsweise oben und unten an einer großen Fenstertür.
Zusätzliche Sicherungen auf der Scharnierseite sollen verhindern, dass der Flügel dort aufgehebelt oder aus dem Rahmen gedrückt wird.
Ein Fenster wird nicht nur an der Griffseite angegriffen. Auch die Bandseite kann eine Schwachstelle sein. Deshalb empfiehlt die Polizei bei aufschraubbaren Zusatzsicherungen eine Absicherung mindestens auf beiden Seiten des Flügels.
Die Polizeiliche Kriminalprävention gibt für aufschraubbare Nachrüstsicherungen eine gut verständliche Orientierung zur Verteilung der Sicherungspunkte.
Orientierung der Polizei: pro 1 Meter Fensterhöhe auf jeder Seite eine Sicherung.
Für ein kleines Fenster bedeutet das mindestens zwei Sicherungen beziehungsweise Sicherungspunkte: eine auf der Griffseite und eine auf der Bandseite.
Bei größeren Bauteilen müssen die Sicherungspunkte über die Höhe verteilt werden.
Für ein großes Fenster beziehungsweise eine große Fenstertür nennt die Polizei als Orientierung vier Sicherungen beziehungsweise Sicherungspunkte.
Bei einer großen Terrassen- oder Balkontür reicht eine einzelne Zusatzsicherung nicht aus. Die Sicherungspunkte sollten über die Höhe verteilt und auf die Konstruktion abgestimmt werden.
Ein Fensterstangenschloss kann beispielsweise mehrere Verriegelungspunkte auf der Griffseite übernehmen. Die Bandseite muss trotzdem gesondert berücksichtigt werden.
Bei zweiflügeligen Elementen muss jeder Flügel für sich betrachtet werden: Griff- beziehungsweise Mittelbereich, Bandseiten und die tatsächlichen Verriegelungspunkte müssen ein sinnvolles Gesamtsystem bilden.
Die verschiedenen Normbereiche haben unterschiedliche Aufgaben. Das hilft bei Angeboten und Produktbeschreibungen, falsche Erwartungen zu vermeiden.
Geprüfte aufschraubbare Nachrüstprodukte für bereits vorhandene Türen und Fenster.
Geprüfte Nachrüstprodukte, die in den Falz eingelassen beziehungsweise in die vorhandene Beschlagtechnik integriert werden.
Klassifiziert einbruchhemmende Gesamtelemente wie Türen und Fenster in Widerstandsklassen, beispielsweise RC 2.
Ein abschließbarer Griff kann Bestandteil eines geprüften Nachrüstsystems sein, bietet für sich allein aber keinen ausreichenden Schutz gegen das typische Aufhebeln des Fensterflügels.
Für die konkrete Auswahl sind die Herstellerverzeichnisse, die Fachbetriebssuche und die offiziellen Informationen der Polizei wertvoller als reine Werbeaussagen eines einzelnen Produkts.
56 Seiten mit verhaltensorientierten und technischen Hinweisen zu Türen, Fenstern, Fenstertüren und weiteren Sicherungsmaßnahmen.
K‑EINBRUCH führt zu Herstellerinformationen für geprüfte und zertifizierte einbruchhemmende Produkte.
Offizielle Hinweise zur Nachrüstung, zu Griff- und Bandseite, zu einbruchhemmenden Beschlägen und zur fachgerechten Montage.
Offizielle Angaben zum Anwendungsbereich und zur aktuell veröffentlichten Ausgabe der Norm.
Aufschraubbare Sicherungen können vorhandene Fenster und Fenstertüren wirkungsvoll ergänzen. Wer eine möglichst unauffällige, in die vorhandene Beschlagtechnik integrierte Nachrüstung sucht, sollte sich zusätzlich DIN 18104 Teil 2 ansehen.
