Was ist passiert?
08.09.2026 – 09:50 Kreis Paderborn (ots) (ivdh) Am Montagnachmittag, 7. September erbeuteten Telefonbetrüger, die sich als Polizeibeamte ausgaben, Geld und Schmuck bei einem 88 Jahre alten Mann aus dem Kreis Paderborn. Gegen 15.00 Uhr erhielt der Mann einen Anruf auf dem Festnetztelefon. Es meldete sich im akzentfreien Deutsch ein "Herr Meier Metras", der sich als Polizist der Paderborner Polizei ausgab. Er berichtete, dass seine Tochter in einem schweren Unfall verwickelt sei, bei dem eine andere Frau schwer verletzt worden sei. Nun benötige die Staatsanwaltschaft eine hohe Bargeldsumme zur Sicherung des Verfahrens.
Was steckt dahinter?
Die Täter missbrauchen das Vertrauen in die Polizei und bauen häufig Zeitdruck auf. Echte Polizeibeschäftigte verlangen am Telefon nicht, Geld oder Wertgegenstände zur angeblichen Sicherung an Unbekannte zu übergeben.
Woran können Sie die Masche erkennen?
- Der Anrufer beruft sich auf einen angeblichen Polizeieinsatz, Einbruch, Haftbefehl oder eine andere dringende Lage.
- Geld, Schmuck oder andere Wertgegenstände sollen angeblich zur Sicherheit übergeben werden.
- Sie werden unter Druck gesetzt, mit niemandem über das Gespräch zu sprechen oder sofort zu handeln.
Was jetzt wichtig ist
- Beenden Sie das Gespräch selbst vollständig. Am Handy drücken Sie aktiv die rote Taste.
- Nehmen Sie sich kurz Zeit, um sich zu sammeln. Geben Sie kein Geld, keine Wertgegenstände und keine sensiblen Daten heraus.
- Kontaktieren Sie die echte Polizei anschließend selbst über eine offiziell bekannte Telefonnummer. Bei einer unmittelbar bedrohlichen Situation wählen Sie 110.
- Holen Sie bei Unsicherheit eine vertraute Person dazu und sprechen Sie über den Anruf.

