Was ist passiert?
17.08.2026 – 06:52 Polizeipräsidium Südosthessen (lei) Die Masche ist bekannt, die Warnungen sind zahlreich – und trotzdem gelingt es Betrügern immer wieder, Menschen mit sogenannten Schockanrufen unter Druck zu setzen. Ein weiteres Mal waren Kriminelle nun "erfolgreich" – Opfer wurde in dem Fall eine Seniorin aus dem Freigerichter Ortsteil Neuses. Die Täter täuschten auch ihr am Freitag einen schweren Verkehrsunfall vor und forderten anschließend eine Kaution für die angebliche Verursacherin. Zwischen 11 und 14.15 Uhr erhielt die Frau demnach mehrere Anrufe. Zunächst meldete sich ein Mann, der sich als Arzt ausgab. Er behauptete, die Tochter der Seniorin sei in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt und verletzt worden.
Was steckt dahinter?
Die Täter setzen gezielt auf Schreck, Zeitdruck und die Sorge um Angehörige. Wer unter Stress sofort handeln soll, hat weniger Gelegenheit, die Geschichte zu prüfen oder selbst zurückzurufen.
Woran können Sie die Masche erkennen?
- Eine angebliche Notlage eines Angehörigen wird sehr dramatisch geschildert.
- Es wird sofort Geld, eine Kaution oder die Übergabe von Wertgegenständen verlangt.
- Der Anrufer setzt auf Schreck und Zeitdruck, damit die Geschichte nicht in Ruhe überprüft wird.
Was jetzt wichtig ist
- Beenden Sie das Gespräch selbst vollständig und nehmen Sie sich einen Moment, um die Situation zu überprüfen.
- Übergeben oder überweisen Sie kein Geld und keine Wertgegenstände aufgrund des Anrufs.
- Kontaktieren Sie die angeblich betroffene Person oder Angehörige selbst über eine bereits bekannte Telefonnummer.
- Informieren Sie die Polizei über den Betrugsversuch und holen Sie bei Unsicherheit eine vertraute Person dazu.

