Was ist passiert?
Am Donnerstagnachmittag kontaktierten falsche Polizeibeamte eine 87-jährige Seniorin aus Ölbronn über ihr Festnetztelefon. Sie behaupteten, die Tochter der Frau sei in einen folgenschweren Verkehrsunfall verwickelt. Um eine angeblich drohende Haftstrafe abzuwenden, müsse die Seniorin Schmuck an einen angeblichen Notar übergeben.
Zwischen 14:00 Uhr und 15:30 Uhr übergab sie Goldstücke, Silbermünzen und Schmuck an einen Abholer. Die Seniorin wurde dadurch um mehrere tausend Euro gebracht.
Was steckt dahinter?
Die Täter nutzen einen Schockanruf, um Zeitdruck und Angst zu erzeugen. Sie geben sich als Polizeibeamte aus und verbinden die erfundene Notlage mit der Forderung nach Geld oder Wertgegenständen. Im vorliegenden Fall sollte die Übergabe an eine weitere Person erfolgen, die als Notar bezeichnet wurde.
Woran können Sie die Masche erkennen?
Seien Sie besonders vorsichtig, wenn ein Anrufer eine angebliche Straftat oder einen schweren Unfall schildert und anschließend Geld, Schmuck oder andere Wertgegenstände verlangt. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.
Was jetzt wichtig ist
- Beenden Sie das Gespräch selbst vollständig und prüfen Sie die Situation in Ruhe.
- Übergeben oder überweisen Sie aufgrund des Anrufs kein Geld und keine Wertgegenstände.
- Kontaktieren Sie die angeblich betroffene Person oder Angehörige selbst über eine bereits bekannte Telefonnummer.
- Informieren Sie die Polizei über den Betrugsversuch und holen Sie bei Unsicherheit eine vertraute Person dazu.
Die Kriminalpolizei bittet Zeugen, die im Ortsteil Ölbronn verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise zum Abholer geben können, sich unter 07231 186-4444 beim Kriminaldauerdienst zu melden.

