Was ist passiert?
11.09.2026 – 09:18 Polizeipräsidium Neubrandenburg Vorpommern-Greifswald (ots) Die Polizei warnt derzeit vor dem sogenannten Vorschussbetrug, bei dem Täter Vorauszahlungen verlangen und im Gegenzug vermeintliche Gewinne bzw. hohe Geldsummen in Aussicht stellen. In dem aktuellen Fall liegt jedoch ein eher ungewöhnlicher Vorwand vor. Ein Mann aus dem Landkreis Vorpommern-Greifswald sei bereits im Januar dieses Jahres über eine Messenger-Plattform von Unbekannten kontaktiert worden, die sich als Vertretung einer spanischen Anwaltskanzlei ausgaben. Dabei wurde dem Geschädigten ein angeblicher Vertrag angeboten. Er sollte sich als Erzeuger für eine zahlungskräftige Partei zur Verfügung stellen. Bei erfolgreicher Befruchtung wurde ihm eine Summe von mehreren hunderttausend Euro in Aussicht gestellt.
Was steckt dahinter?
Die Täter geben sich als bekannte Personen aus und versuchen, eine schnelle Zahlung oder Datenweitergabe auszulösen. Ein kurzer Rückruf über eine bereits bekannte Nummer kann die erfundene Geschichte oft aufdecken.
Woran können Sie die Masche erkennen?
- Eine bekannte Person meldet sich plötzlich über eine neue Nummer oder ein neues Konto.
- Es wird um eine schnelle Überweisung, Zahlung oder die Weitergabe sensibler Daten gebeten.
- Eine direkte Rückfrage über den bisher bekannten Kontaktweg wird umgangen.
Was jetzt wichtig ist
- Veranlassen Sie keine Zahlung und geben Sie keine sensiblen Daten allein aufgrund einer Nachricht weiter.
- Kontaktieren Sie die angebliche Person über einen bereits bekannten Kontaktweg und fragen Sie direkt nach.
- Wenn Sie einen Betrugsversuch erkennen oder bereits Geld überwiesen haben, informieren Sie den Zahlungsdienst beziehungsweise Ihre Bank und die Polizei.

