Was ist passiert?
20.08.2026 – 08:08 Polizeiinspektion Nienburg / Schaumburg (KEM) Am Mittwochnachmittag, den 19.08.2026, gegen 13:00 Uhr, kam es im Raum Nienburg zu einem versuchten Telefonbetrug zum Nachteil eines 81-jährigen Nienburgers. Ein bislang unbekannter Täter meldete sich telefonisch bei dem Senioren und täuschte eine angebliche Notlage vor: Der Sohn des 81-Jährigen habe einen schweren Unfall erlitten, weshalb nun beide Beine amputiert werden müssten. Eine notwendige Spezialspritze würde 30.000 Euro kosten. Dieser Betrag sollte umgehend in die Helios Klinik Nienburg gebracht werden. Der 81-Jährige durchschaute die Masche des Betrügers jedoch sofort. Er konterte geistesgegenwärtig und kündigte an, zusammen mit der Polizei zur Geldübergabe zu kommen.
Was steckt dahinter?
Die Täter setzen gezielt auf Schreck, Zeitdruck und die Sorge um Angehörige. Wer unter Stress sofort handeln soll, hat weniger Gelegenheit, die Geschichte zu prüfen oder selbst zurückzurufen.
Woran können Sie die Masche erkennen?
- Eine angebliche Notlage eines Angehörigen wird sehr dramatisch geschildert.
- Es wird sofort Geld, eine Kaution oder die Übergabe von Wertgegenständen verlangt.
- Der Anrufer setzt auf Schreck und Zeitdruck, damit die Geschichte nicht in Ruhe überprüft wird.
Was jetzt wichtig ist
- Beenden Sie das Gespräch selbst vollständig und nehmen Sie sich einen Moment, um die Situation zu überprüfen.
- Übergeben oder überweisen Sie kein Geld und keine Wertgegenstände aufgrund des Anrufs.
- Kontaktieren Sie die angeblich betroffene Person oder Angehörige selbst über eine bereits bekannte Telefonnummer.
- Informieren Sie die Polizei über den Betrugsversuch und holen Sie bei Unsicherheit eine vertraute Person dazu.

