Was ist passiert?
22.10.2026 – 13:00 Kreispolizeibehörde Heinsberg Kreis Heinsberg (ots) Im Kreisgebiet mehren sich zurzeit die Versuche, russischstämmige Menschen am Telefon zu betrügen und um ihr Geld zu bringen. Hierbei zeigen sich die Kriminellen durchaus erfindungsreich und ändern ihre Maschen immer wieder. Neben den bekannten sogenannten Schockanrufen kam es in den letzten Tagen zu mindestens zwei Versuchen, bei Anrufen den Anschein zu erwecken, dass die Betroffenen mit ihrer Bank telefonieren. Alle Gespräche wurden von Beginn an in russischer Sprache geführt. In einem Fall gab der Anrufer an, dass der Mann der Betroffenen angeblich einen Kredit aufgenommen habe. Bei einem weiteren Anruf versuchten die Betrüger, die betroffene Person zur Bank zu lotsen, um Dokumente abzuholen.
Was steckt dahinter?
Die Täter setzen gezielt auf Schreck, Zeitdruck und die Sorge um Angehörige. Wer unter Stress sofort handeln soll, hat weniger Gelegenheit, die Geschichte zu prüfen oder selbst zurückzurufen.
Woran können Sie die Masche erkennen?
- Eine angebliche Notlage eines Angehörigen wird sehr dramatisch geschildert.
- Es wird sofort Geld, eine Kaution oder die Übergabe von Wertgegenständen verlangt.
- Der Anrufer setzt auf Schreck und Zeitdruck, damit die Geschichte nicht in Ruhe überprüft wird.
Was jetzt wichtig ist
- Beenden Sie das Gespräch selbst vollständig und nehmen Sie sich einen Moment, um die Situation zu überprüfen.
- Übergeben oder überweisen Sie kein Geld und keine Wertgegenstände aufgrund des Anrufs.
- Kontaktieren Sie die angeblich betroffene Person oder Angehörige selbst über eine bereits bekannte Telefonnummer.
- Informieren Sie die Polizei über den Betrugsversuch und holen Sie bei Unsicherheit eine vertraute Person dazu.

