Was ist passiert?
15.10.2026 – 08:19 Polizeipräsidium Neubrandenburg Insel Rügen, Friedland (ots) Erneut haben Betrüger mit der Masche der falschen Polizeibeamten zugeschlagen. Auf der Insel Rügen wurde eine 44-jährige Frau am gestrigen Mittwoch, dem 14. Oktober 2026, um rund 10.000 Euro betrogen. Auch in Friedland kam es gestern zu ähnlichen Betrugsversuchen, die glücklicherweise im Versuchsstadium blieben. Im Fall auf der Insel Rügen kontaktierten falsche Polizeibeamte die 44-Jährige telefonisch. Während eines mehr als achtstündigen Telefonats wechselten sich die Anrufer ab und erzählten der Frau von einer angeblichen Betrügerbande aus dem Ausland, die es auf das Vermögen der Menschen abgesehen habe.
Was steckt dahinter?
Die Täter missbrauchen das Vertrauen in die Polizei und bauen häufig Zeitdruck auf. Echte Polizeibeschäftigte verlangen am Telefon nicht, Geld oder Wertgegenstände zur angeblichen Sicherung an Unbekannte zu übergeben.
Woran können Sie die Masche erkennen?
- Der Anrufer beruft sich auf einen angeblichen Polizeieinsatz, Einbruch, Haftbefehl oder eine andere dringende Lage.
- Geld, Schmuck oder andere Wertgegenstände sollen angeblich zur Sicherheit übergeben werden.
- Sie werden unter Druck gesetzt, mit niemandem über das Gespräch zu sprechen oder sofort zu handeln.
Was jetzt wichtig ist
- Beenden Sie das Gespräch selbst vollständig. Am Handy drücken Sie aktiv die rote Taste.
- Nehmen Sie sich kurz Zeit, um sich zu sammeln. Geben Sie kein Geld, keine Wertgegenstände und keine sensiblen Daten heraus.
- Kontaktieren Sie die echte Polizei anschließend selbst über eine offiziell bekannte Telefonnummer. Bei einer unmittelbar bedrohlichen Situation wählen Sie 110.
- Holen Sie bei Unsicherheit eine vertraute Person dazu und sprechen Sie über den Anruf.

