Was ist passiert?
20.10.2026 – 13:00 Polizeipräsidium Rostock Landkreis Rostock / Rostock (ots) Am 19.10.2026 wurden der Polizei zwei Betrugsfälle bekannt, bei denen bislang unbekannte Täter einen Gesamtschaden von rund 40.000 Euro verursachten. Im ersten Fall erhielt ein Ehepaar aus dem Landkreis Rostock eine betrügerische E-Mail. Der Ehemann folgte einem darin enthaltenen Link und gab auf einer gefälschten Internetseite die Zugangsdaten zum Bankkonto seiner Frau ein. Kurz darauf meldete sich ein vermeintlicher Bankmitarbeiter telefonisch und behauptete, verdächtige Kontobewegungen festgestellt zu haben. Er versprach, das Geld zurückzuholen, und riet davon ab, die Bank zu kontaktieren. Erst bei einem persönlichen Besuch ihrer Bank bemerkte die Geschädigte den finanziellen Schaden.
Was steckt dahinter?
Die Täter wollen das Vertrauen in die eigene Bank ausnutzen. Ihr Ziel ist der Zugriff auf Geld oder Konto. Bankkarte und PIN können für unberechtigte Abhebungen missbraucht werden; Zugangsdaten, TAN und Freigabecodes können Kontozugriffe oder Zahlungen ermöglichen.
Woran können Sie die Masche erkennen?
- Der Anrufer behauptet, bei Ihrem Konto, Ihrer Karte oder einer Buchung bestehe ein dringendes Problem.
- Sie sollen PIN, TAN, Freigabecodes oder andere Zugangsdaten nennen oder eine Zahlung bestätigen.
- Es wird Zeitdruck aufgebaut oder verlangt, die Angelegenheit sofort am Telefon zu klären.
- Bankkarte, Bargeld oder andere Werte sollen abgeholt, übergeben oder an eine unbekannte Person ausgehändigt werden.
Was jetzt wichtig ist
- Beenden Sie das Gespräch selbst vollständig. Legen Sie beim Festnetz den Hörer auf beziehungsweise drücken Sie am Handy aktiv die rote Taste.
- Nehmen Sie sich anschließend einen Moment, um sich zu sammeln. Lassen Sie sich nicht zu einer sofortigen Entscheidung drängen.
- Geben Sie keine PIN, TAN, Zugangsdaten oder Freigabecodes weiter und übergeben Sie niemandem Ihre Bankkarte.
- Rufen Sie Ihre Bank selbst über eine Ihnen bekannte oder offiziell recherchierte Telefonnummer an. Verwenden Sie keine Nummer, die Ihnen der Anrufer genannt hat.
- Informieren Sie die Polizei über den Betrugsversuch. Wenn bereits Daten weitergegeben, Zahlungen bestätigt oder Karten übergeben wurden, handeln Sie sofort und teilen Sie dies Bank und Polizei mit.
- Wenn Sie unsicher sind oder sich mit den nächsten Schritten überfordert fühlen, holen Sie eine vertraute Person dazu – zum Beispiel Kinder, Enkel, andere Angehörige oder einen vertrauten Nachbarn.

