Was ist passiert?
04.10.2026 – 12:40 Kreispolizeibehörde Oberbergischer Kreis Am Freitag (2. Oktober, 14:00 Uhr) erhielt eine 89-Jährige aus Gummersbach-Bernberg einen Anruf von einem vermeintlichen Polizeibeamten. Dieser berichtet der Seniorin von angeblichen Einbrüchen in ihrer Nachbarschaft und dass auch ein Einbruch bei der 89-Jährigen bevorstehen würde. Der Betrüger riet der älteren Dame, ihren Schmuck und ihre Wertgegenstände vorsorglich in die Obhut der Polizei zu geben. Das Gespräch wurde seitens des Betrügers bis zum Eintreffen des Komplizen, am frühen Abend aufrechterhalten. Gegen 17:40 Uhr erschien dann ein falscher ziviler Polizeibeamter bei der Gummersbacherin.
Was steckt dahinter?
Die Täter wollen das Vertrauen in die eigene Bank ausnutzen. Ihr Ziel ist der Zugriff auf Geld oder Konto. Bankkarte und PIN können für unberechtigte Abhebungen missbraucht werden; Zugangsdaten, TAN und Freigabecodes können Kontozugriffe oder Zahlungen ermöglichen.
Woran können Sie die Masche erkennen?
- Der Anrufer behauptet, bei Ihrem Konto, Ihrer Karte oder einer Buchung bestehe ein dringendes Problem.
- Sie sollen PIN, TAN, Freigabecodes oder andere Zugangsdaten nennen oder eine Zahlung bestätigen.
- Es wird Zeitdruck aufgebaut oder verlangt, die Angelegenheit sofort am Telefon zu klären.
- Bankkarte, Bargeld oder andere Werte sollen abgeholt, übergeben oder an eine unbekannte Person ausgehändigt werden.
Was jetzt wichtig ist
- Beenden Sie das Gespräch selbst vollständig. Legen Sie beim Festnetz den Hörer auf beziehungsweise drücken Sie am Handy aktiv die rote Taste.
- Nehmen Sie sich anschließend einen Moment, um sich zu sammeln. Lassen Sie sich nicht zu einer sofortigen Entscheidung drängen.
- Geben Sie keine PIN, TAN, Zugangsdaten oder Freigabecodes weiter und übergeben Sie niemandem Ihre Bankkarte.
- Rufen Sie Ihre Bank selbst über eine Ihnen bekannte oder offiziell recherchierte Telefonnummer an. Verwenden Sie keine Nummer, die Ihnen der Anrufer genannt hat.
- Informieren Sie die Polizei über den Betrugsversuch. Wenn bereits Daten weitergegeben, Zahlungen bestätigt oder Karten übergeben wurden, handeln Sie sofort und teilen Sie dies Bank und Polizei mit.
- Wenn Sie unsicher sind oder sich mit den nächsten Schritten überfordert fühlen, holen Sie eine vertraute Person dazu – zum Beispiel Kinder, Enkel, andere Angehörige oder einen vertrauten Nachbarn.

